A
Auch: aktive Kandidatensuche, Sourcing
Active Sourcing heißt, dass ein Arbeitgeber geeignete Kandidaten selbst sucht und anspricht, statt auf Bewerbungen zu warten. Das geschieht etwa über berufliche Netzwerke, Lebenslaufdatenbanken oder persönliche Kontakte.
In Praxen und Laboren ist Active Sourcing aufwendig, weil viele Fachkräfte in beruflichen Netzwerken kaum vertreten sind. Es eignet sich eher für schwer zu besetzende Stellen wie Zahnärzte oder Laborleitungen. Wichtig ist eine persönliche, ehrliche Ansprache ohne Massennachrichten.
Siehe auch: Direktansprache Social Recruiting Personalvermittler
Auch: Answer Engine Optimization, Antwortoptimierung
AEO bezeichnet die Optimierung von Inhalten dafür, dass Suchmaschinen und Sprachassistenten sie als direkte Antwort auf eine Frage ausgeben. Der Begriff überschneidet sich stark mit GEO.
Typisch sind kurze Antworten am Anfang eines Abschnitts, Fragen als Zwischenüberschriften und häufig gestellte Fragen mit klaren Antworten. Für Praxen eignen sich Fragen wie „Wie oft sollte man zur Zahnreinigung?“ oder „Wie läuft eine Wurzelbehandlung ab?“. Die Antworten müssen fachlich stimmen und mit den Werberegeln vereinbar sein.
Siehe auch: GEO (Generative Engine Optimization) KI-Suche Strukturierte DatenQuelle: Google Search Central: AI features and your website
Auch: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Antidiskriminierungsgesetz
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt vor Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Es gilt ausdrücklich auch für Bewerber und für Stellenausschreibungen.
Wer abgelehnt wurde, kann eine Entschädigung innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend machen. Bei Nichteinstellung ist sie auf drei Monatsgehälter begrenzt, wenn die Person auch ohne Benachteiligung nicht eingestellt worden wäre. Riskant sind Formulierungen wie „junges Team sucht junge Verstärkung“ und fehlende Geschlechterangaben. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Stellenanzeige DSGVO und Bewerberdaten EntgelttransparenzrichtlinieQuelle: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), gesetze-im-internet.de
Auch: kununu-Bewertung, Mitarbeiterbewertung
Arbeitgeberbewertungen sind öffentliche Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern oder Bewerbern über einen Arbeitgeber, etwa auf Portalen wie kununu oder in Google-Rezensionen.
Viele Bewerberinnen lesen diese Bewertungen, bevor sie sich melden. Eine sachliche, freundliche Antwort auf Kritik wirkt oft besser als Schweigen. Mitarbeiter zu Bewertungen zu drängen oder Bewertungen zu kaufen schadet der Glaubwürdigkeit und verstößt gegen die Regeln der Portale.
Siehe auch: Bewertungsmanagement Arbeitgebermarke Employer Branding
Auch: Employer Brand, Arbeitgeberimage
Die Arbeitgebermarke ist das Bild, das Bewerber und Mitarbeiter von einer Praxis als Arbeitsplatz haben. Sie entsteht aus allem, was nach außen sichtbar ist, und aus dem, was das Team selbst erzählt.
Eine klare Arbeitgebermarke beantwortet, warum jemand gerade hier arbeiten sollte: Team, Arbeitszeiten, Entwicklung, Führung. Sie wirkt auch auf Patienten, weil ein zufriedenes Team nach außen sichtbar wird. Austauschbare Aussagen wie „junges, dynamisches Team“ tragen wenig zu einer Marke bei.
Siehe auch: Employer Branding Candidate Persona Mitarbeitervideo
Auch: Anstellungsvertrag
Der Arbeitsvertrag ist die schriftliche Vereinbarung zwischen Praxis und Mitarbeiter. Er regelt unter anderem Tätigkeit, Arbeitszeit, Gehalt, Urlaub, Probezeit und Kündigungsfristen.
Er ist die Grundlage für alles, was in der Stellenanzeige und im Gespräch zugesagt wurde. In Praxen sollten Tätigkeitsschwerpunkte, etwa Assistenz oder Abrechnung, und die Regelung von Überstunden klar benannt sein. Unklare Verträge führen später häufig zu Streit. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Probezeit Gehaltsspanne Onboarding
B
Auch: digitale Barrierefreiheit, BFSG, Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, WCAG
Eine barrierefreie Webseite können alle Menschen nutzen, auch mit Seh-, Hör- oder motorischen Einschränkungen. Grundlage sind die Richtlinien WCAG und die europäische Norm EN 301 549.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Praxen sind nach Fachbeiträgen vor allem betroffen, wenn ihre Seite selbst Funktionen wie eine Online-Terminbuchung anbietet; rein informierende Seiten und Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen sind ausgenommen. Unabhängig von der Pflicht helfen gute Kontraste, klare Struktur und Bedienbarkeit per Tastatur allen Besuchern. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Core Web Vitals Impressumspflicht SEO (Suchmaschinenoptimierung)Quelle: Forvis Mazars: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, Anforderungen für Arztpraxen und MVZ
Auch: Musterberufsordnung, MBO, Berufsrecht
Die Berufsordnung legt die Berufspflichten von Zahnärzten und Ärzten fest, auch für Werbung. Sachliche Information über die eigene Tätigkeit ist erlaubt, berufswidrige Werbung ist untersagt.
Als berufswidrig gelten nach der Musterberufsordnung der Bundeszahnärztekammer insbesondere anpreisende, irreführende, herabsetzende oder vergleichende Werbung. Verbindlich ist die Berufsordnung der jeweiligen Landeskammer. Praxen dürfen solche Werbung auch durch Dritte, etwa Agenturen, weder veranlassen noch dulden. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Heilmittelwerbegesetz (HWG) Praxismarketing ImpressumspflichtQuelle: zm online: Werbung in der Zahnarztpraxis, was ist erlaubt, was nicht
Auch: Bewerbungsmanagement, Bewerberprozess
Bewerbermanagement umfasst alle Schritte vom Eingang einer Bewerbung bis zur Entscheidung: Bestätigung, Sichtung, Rückruf, Gespräch, Zu- oder Absage und die datenschutzgerechte Ablage.
In Praxen fehlt dafür oft eine feste Zuständigkeit, sodass Bewerbungen liegen bleiben. Ein einfacher fester Ablauf mit Eingangsbestätigung und Rückruf innerhalb kurzer Zeit verbessert die Chancen deutlich. Dazu gehört auch, Absagen freundlich und rechtzeitig zu verschicken und Daten nach Fristablauf zu löschen.
Siehe auch: Candidate Experience Time to Hire DSGVO und Bewerberdaten
Auch: Reputationsmanagement, Rezensionsmanagement, Online-Bewertungen
Bewertungsmanagement ist der planvolle Umgang einer Praxis mit Online-Bewertungen von Patienten: Patienten um Bewertungen bitten, Bewertungen lesen, sachlich antworten und unzulässige Beiträge melden.
Laut Google können mehr Rezensionen und positive Bewertungen das lokale Ranking verbessern, Antworten zeigen Wertschätzung. In Antworten auf Patientenbewertungen gilt die Schweigepflicht: Keine Angaben dazu, ob und wie jemand behandelt wurde. Gekaufte Bewertungen oder Gegenleistungen für Bewertungen verstoßen gegen Plattformregeln.
Siehe auch: Google-Unternehmensprofil Local SEO ArbeitgeberbewertungQuelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
C
Auch: Bewerbererlebnis, Bewerbererfahrung
Candidate Experience beschreibt alle Erfahrungen, die eine Bewerberin mit einem Arbeitgeber macht, vom ersten Kontakt mit einer Anzeige bis zur Zusage oder Absage.
Dazu zählen, wie leicht die Bewerbung am Smartphone geht, wie schnell eine Antwort kommt und wie das Gespräch verläuft. Gute Fachkräfte haben oft mehrere Angebote, deshalb entscheidet häufig die schnellere und freundlichere Praxis. Typische Fehler sind Bewerbungen, die tagelang unbeantwortet liegen, und Formulare mit Pflichtfeldern für Unterlagen, die erst später gebraucht werden.
Siehe auch: Bewerbermanagement Time to Hire Lead-Formular
Auch: Bewerber-Persona, Zielgruppenprofil
Eine Candidate Persona ist eine kurze, auf echten Erfahrungen beruhende Beschreibung der Person, die eine Praxis für eine Stelle sucht: Lebenslage, Wünsche, Bedenken und wo sie sich informiert.
Die Persona hilft, Anzeigen und Karriereseite auf die richtigen Fragen auszurichten. Eine ZFA mit kleinen Kindern achtet zum Beispiel auf Arbeitszeiten, eine Berufseinsteigerin eher auf Einarbeitung und Team. Eine Persona sollte auf Gesprächen mit dem eigenen Team beruhen, nicht auf Vermutungen.
Siehe auch: Arbeitgebermarke Stellenanzeige Social Recruiting
Auch: Konversion, Abschluss, Conversion-Rate
Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung eines Besuchers, zum Beispiel eine Bewerbung, eine Terminbuchung oder ein Anruf. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besucher, die diese Handlung ausführen.
Wer Conversions misst, sieht, welche Anzeigen und Seiten wirklich etwas bringen. Für Praxen sind Anrufe und Terminbuchungen oft wichtiger als Klicks. Die Messung braucht je nach Werkzeug eine Einwilligung der Besucher.
Siehe auch: Landingpage Meta-Pixel Cost per Application
Auch: Web Vitals, Ladezeit, Seitengeschwindigkeit
Core Web Vitals sind drei Messwerte von Google für die Nutzererfahrung einer Webseite: Ladezeit des größten Inhalts (LCP), Reaktionszeit auf Eingaben (INP) und Stabilität des Layouts (CLS).
Als gut gelten laut Google ein LCP bis 2,5 Sekunden, ein INP bis 200 Millisekunden und ein CLS bis 0,1, gemessen bei 75 Prozent der Seitenaufrufe. Für Praxisseiten, die meist am Handy aufgerufen werden, sind große Bilder und viele eingebundene Dienste die häufigsten Bremsen. Prüfen lassen sich die Werte etwa mit PageSpeed Insights.
Siehe auch: SEO (Suchmaschinenoptimierung) Barrierefreiheit (Webseite) LandingpageQuelle: web.dev: Web Vitals
Auch: Kosten pro Bewerbung, CPA
Cost per Application sind die Werbekosten geteilt durch die Zahl der eingegangenen Bewerbungen. Die Kennzahl zeigt, wie viel eine einzelne Bewerbung über einen Kanal kostet.
Sie hilft beim Vergleich von Anzeigen und Kanälen, sagt aber nichts über die Qualität. Eine billige Bewerbung, die nie zurückruft, nützt weniger als eine teurere, die zur Einstellung führt. Deshalb sollte man sie immer zusammen mit Cost per Hire betrachten.
Siehe auch: Cost per Hire Lead-Formular Conversion
Auch: Kosten pro Einstellung, Einstellungskosten
Cost per Hire sind die gesamten Kosten, die für eine erfolgreiche Einstellung anfallen. Dazu zählen Anzeigen, Agenturen oder Vermittler, interne Arbeitszeit und Einarbeitung.
Die Kennzahl macht unterschiedliche Wege vergleichbar, etwa eine Vermittlerprovision mit einer eigenen Kampagne. Viele Praxen rechnen nur die sichtbaren Rechnungen und vergessen die Stunden für Gespräche und Probearbeit. Eine schnelle Kündigung in der Probezeit macht jede Einstellung im Nachhinein teurer.
Siehe auch: Cost per Application Vermittlungsprovision Time to Hire
D
Auch: Headhunting, Direct Search
Direktansprache bedeutet, eine bestimmte Fachkraft persönlich anzusprechen und ihr eine Stelle anzubieten, ohne dass sie sich beworben hat. Das geschieht telefonisch, per Nachricht oder über Kontakte.
Direktansprache ist Kern der Arbeit vieler Headhunter und eine Form des Active Sourcing. In kleinen Regionen sollten Praxen sie mit Fingerspitzengefühl nutzen, weil man sich kennt. Gezieltes Abwerben bei der Nachbarpraxis kann das Verhältnis vor Ort belasten.
Siehe auch: Active Sourcing Personalvermittler Mitarbeiterempfehlung
Auch: Bewerberdatenschutz, Datenschutz im Bewerbungsverfahren
Bewerberdaten sind personenbezogene Daten und dürfen nach der DSGVO nur für das Bewerbungsverfahren verarbeitet und nur so lange gespeichert werden, wie es dafür nötig ist.
Eine feste gesetzliche Löschfrist nach einer Absage gibt es nicht. In der Praxis werden mit Blick auf die Fristen des AGG häufig drei bis sechs Monate genannt. Wer Bewerber für spätere Stellen in einem Talentpool behalten möchte, braucht ihre freiwillige Einwilligung. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Bewerbermanagement TalentpoolQuelle: Haufe: Wie lange dürfen Bewerberdaten gespeichert werden?
E
Auch: Arbeitgebermarkenbildung, Arbeitgeberimage
Employer Branding ist die gezielte Arbeit daran, wie eine Praxis oder ein Labor als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Ziel ist, dass passende Menschen den Betrieb kennen, ihm vertrauen und sich dort bewerben.
Dazu gehören echte Fotos und Stimmen aus dem Team, eine Karriereseite, Auftritte in sozialen Medien und der Umgang mit Bewerberinnen. Employer Branding wirkt nur, wenn das Bild nach außen zum Alltag passt. Wer mehr verspricht, als die Praxis hält, verliert neue Mitarbeiter oft schon in der Probezeit.
Siehe auch: Arbeitgebermarke Karriereseite Candidate Experience
Auch: EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Pay Transparency Directive, Richtlinie (EU) 2023/970
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970) soll gleiche Bezahlung von Frauen und Männern durchsetzen. Bewerber müssen danach vor dem Vorstellungsgespräch oder auf andere Weise das Einstiegsgehalt oder dessen Spanne erfahren.
Arbeitgeber dürfen außerdem nicht mehr nach dem bisherigen Gehalt fragen, und Stellenausschreibungen sollen geschlechtsneutral sein. Die Frist zur Umsetzung endete am 7. Juni 2026. Deutschland hat sie verpasst, ein Umsetzungsgesetz wird nach Presseberichten für Anfang 2027 erwartet (Stand Oktober 2026). Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Gehaltsspanne Stellenanzeige AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)Quelle: Richtlinie (EU) 2023/970 zur Stärkung der Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts (EUR-Lex)
F
Auch: Personalmangel, Fachkräfteengpass, Engpassberuf
Fachkräftemangel bedeutet, dass es für offene Stellen in einem Beruf rechnerisch nicht genug passend qualifizierte Arbeitslose gibt. Gemessen wird er unter anderem mit Daten der Bundesagentur für Arbeit.
Für ZFA blieben laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft im März 2026 knapp 47 Prozent der offenen Stellen rechnerisch unbesetzbar, auch wenn die Lücke kleiner geworden ist. Für eine einzelne Praxis heißt das: Viele geeignete Fachkräfte sind bereits beschäftigt und müssen zum Wechsel bewegt werden. Wer nur auf aktive Bewerbungen wartet, erreicht diese Gruppe kaum.
Siehe auch: ZFA (Zahnmedizinische Fachangestellte) Social Recruiting MitarbeiterbindungQuelle: zm online: ZFA-Fachkräftelücke wird kleiner (2026)
Auch: Personalfluktuation, Mitarbeiterwechsel, Kündigungsquote
Fluktuation bezeichnet den Wechsel von Personal, also wie viele Mitarbeiter einen Betrieb in einem Zeitraum verlassen und ersetzt werden müssen. Sie wird meist als Quote pro Jahr angegeben.
In kleinen Praxen wirkt schon ein einzelner Abgang stark, weil die übrigen Mitarbeiter die Arbeit mittragen müssen. Hohe Fluktuation deutet oft auf Probleme bei Führung, Einarbeitung oder Arbeitszeiten hin. Austrittsgespräche helfen, die Gründe zu verstehen.
Siehe auch: Mitarbeiterbindung Onboarding Cost per Hire
G
Auch: Gehaltsband, Entgeltspanne, Gehaltsangabe
Eine Gehaltsspanne nennt das niedrigste und höchste Gehalt, das für eine Stelle in Frage kommt, zum Beispiel als Monatsbrutto bei Vollzeit. Sie gibt Bewerbern früh Orientierung.
Nach der EU-Entgelttransparenzrichtlinie müssen Bewerber Einstiegsgehalt oder Spanne vor dem Vorstellungsgespräch erfahren, sobald die Regeln national gelten. Die Spanne sollte auf objektiven Kriterien beruhen, etwa Berufserfahrung oder Zusatzqualifikation. Sehr breite Spannen wirken unglaubwürdig und helfen niemandem.
Siehe auch: Entgelttransparenzrichtlinie Stellenanzeige JobPosting-SchemaQuelle: Richtlinie (EU) 2023/970 zur Stärkung der Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts (EUR-Lex)
Auch: Generative Engine Optimization, KI-Optimierung
GEO ist die Arbeit daran, dass eine Webseite in Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT oder Googles KI-Übersichten genannt oder zitiert wird. Der Begriff ist neu und nicht einheitlich definiert.
Google sagt selbst, dass für seine KI-Funktionen keine besonderen Optimierungen nötig sind und die üblichen SEO-Grundlagen gelten. In der Praxis bedeutet GEO daher vor allem klare, zitierfähige Antworten, saubere Struktur und stimmige Angaben überall im Netz. Versprechen, eine Praxis gezielt in KI-Antworten zu platzieren, sind mit Vorsicht zu sehen.
Siehe auch: KI-Suche AEO (Answer Engine Optimization) SEO (Suchmaschinenoptimierung)Quelle: Google Search Central: AI features and your website
Auch: Google Jobs, Google-Stellensuche, Google Job Search
Google for Jobs ist die Stellensuche direkt in der Google-Suche. Stellenanzeigen erscheinen dort in einem eigenen Kasten, wenn sie auf der Webseite mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting ausgezeichnet sind.
Für Praxen ist das ein Weg, ohne bezahlte Jobbörse bei Suchen wie „ZFA Job Karlsruhe“ sichtbar zu werden. Google verlangt unter anderem Titel, Beschreibung, Datum, Arbeitgeber und Arbeitsort. Abgelaufene Stellen müssen entfernt oder mit abgelaufenem Gültigkeitsdatum markiert werden, sonst verstößt die Seite gegen die Richtlinien.
Siehe auch: JobPosting-Schema Strukturierte Daten KarriereseiteQuelle: Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenanzeigen (JobPosting)
Auch: Google My Business, Google-Eintrag, Google-Maps-Eintrag
Das Google-Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag eines Unternehmens in Google Maps und der Google-Suche. Er zeigt Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen.
Für Praxen ist dieser Eintrag oft der erste Kontakt mit neuen Patienten. Google nennt für lokale Ergebnisse drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige, aktuelle Angaben und Antworten auf Bewertungen helfen. Falsche Öffnungszeiten an Feiertagen sind ein häufiges Ärgernis für Patienten.
Siehe auch: Local SEO Bewertungsmanagement PatientengewinnungQuelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
I
Auch: Impressum, Anbieterkennzeichnung, § 5 DDG
Die Impressumspflicht verlangt, dass geschäftsmäßige Webseiten Angaben zum Anbieter machen, die leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sind. Grundlage ist § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG).
Pflicht sind unter anderem Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Register und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Für Heilberufe kommen zuständige Kammer, gesetzliche Berufsbezeichnung mit verleihendem Staat und ein Hinweis auf die berufsrechtlichen Regelungen hinzu. Auch die Karriereseite unter eigener Adresse braucht ein Impressum. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Berufsordnung DSGVO und Bewerberdaten Barrierefreiheit (Webseite)Quelle: § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), gesetze-im-internet.de
Auch: Blindbewerbung, unaufgeforderte Bewerbung
Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung ohne konkrete ausgeschriebene Stelle. Die Person meldet sich, weil sie gern bei genau diesem Arbeitgeber arbeiten möchte.
Initiativbewerbungen zeigen, dass die Arbeitgebermarke wirkt. Eine Karriereseite sollte deshalb auch dann einen einfachen Weg dafür anbieten, wenn gerade keine Stelle offen ist. Wer solche Bewerbungen nicht beantwortet, verschenkt Kontakte, die später wertvoll wären.
Siehe auch: Karriereseite Talentpool Arbeitgebermarke
J
Auch: Stellenbörsen, Jobportale, Stellenportale
Jobbörsen sind Online-Portale, auf denen Arbeitgeber Stellenanzeigen veröffentlichen und Bewerber nach Jobs suchen. Es gibt allgemeine Portale und spezialisierte Börsen für Gesundheitsberufe, kostenlos oder gegen Gebühr.
Bezahlte Anzeigen laufen meist eine feste Zeit und verschwinden danach. Für Praxen erreichen sie vor allem Menschen, die bereits aktiv suchen. Wechselwillige, die nicht aktiv suchen, sind dort kaum zu finden.
Siehe auch: Google for Jobs Social Recruiting Cost per Hire
Auch: JobPosting, Stellenanzeigen-Markup
Das JobPosting-Schema ist der Typ strukturierter Daten, mit dem eine Stellenanzeige für Google for Jobs ausgezeichnet wird. Pflichtangaben sind laut Google Titel, Beschreibung, Veröffentlichungsdatum, Arbeitgeber und Arbeitsort.
Empfohlen sind zusätzlich ein Gültigkeitsdatum und, wenn vorhanden, das tatsächliche Grundgehalt. Für jede Stelle braucht es eine eigene Seite mit eigenem Schema. Typische Fehler sind fehlende Ortsangaben, ein Schema für mehrere Stellen zugleich und Stellen, die nach der Besetzung weiter ausgezeichnet bleiben.
Siehe auch: Google for Jobs Strukturierte Daten GehaltsspanneQuelle: Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenanzeigen (JobPosting)
K
Auch: Karriereportal, Jobseite, Karrierebereich
Eine Karriereseite ist der Bereich oder die eigene Webseite, auf der eine Praxis sich als Arbeitgeber vorstellt und ihre offenen Stellen zeigt. Bewerber finden dort Team, Ansprechpartner, Vorteile und einen einfachen Bewerbungsweg.
Eine gute Karriereseite ist auch dann online, wenn gerade keine Stelle offen ist, und sammelt so Initiativbewerbungen. Jede Stelle sollte eine eigene Unterseite haben, damit Google sie als Stellenanzeige erkennen kann. Häufige Fehler sind versteckte Menüpunkte und fehlende Angaben dazu, was nach dem Absenden passiert.
Siehe auch: Google for Jobs JobPosting-Schema Employer Branding
Auch: KI-Übersichten, AI Overviews, AI Mode, Antwortmaschine
KI-Suche meint Suchsysteme, die auf eine Frage eine ausformulierte Antwort erzeugen, statt nur Links aufzulisten. Beispiele sind ChatGPT mit Websuche, Googles KI-Übersichten und der KI-Modus.
Patienten fragen dort zunehmend nach Praxen in ihrer Nähe. Laut Google gibt es für das Erscheinen in KI-Übersichten keine zusätzlichen Anforderungen: Die Seite muss indexiert sein und einen Ausschnitt in der Suche zeigen dürfen. Wichtig sind deshalb gut auffindbare, klare Inhalte und stimmige Angaben zur Praxis.
Siehe auch: GEO (Generative Engine Optimization) AEO (Answer Engine Optimization) llms.txtQuelle: Google Search Central: AI features and your website
L
Auch: Zielseite, Landing Page
Eine Landingpage ist eine Webseite, die für ein einziges Ziel gebaut ist, etwa eine Bewerbung oder eine Terminanfrage. Besucher kommen meist über eine Anzeige oder einen Link dorthin.
Eine gute Landingpage wiederholt das Versprechen der Anzeige, beantwortet die wichtigsten Fragen und führt zu einer klaren Handlung. Ablenkende Menüs und lange Formulare senken die Zahl der Anfragen. Für Stellen eignet sich oft die Stellenseite der Karriereseite selbst.
Siehe auch: Conversion Meta-Anzeigen Karriereseite
Auch: Lead Ads, Sofortformular, Kontaktformular in der Anzeige
Ein Lead-Formular ist ein kurzes Formular, das direkt in einer Anzeige auf Facebook oder Instagram geöffnet wird. Interessenten hinterlassen dort ihre Kontaktdaten, ohne die Plattform zu verlassen.
Für Bewerberinnen ist das bequem, weil viele Angaben schon vorausgefüllt sind. Die Hürde ist niedrig, deshalb ist eine schnelle telefonische Rückmeldung wichtig, damit aus dem Kontakt ein Gespräch wird. Zu viele Pflichtfragen senken die Zahl der Kontakte, zu wenige erschweren die Vorauswahl.
Siehe auch: Meta-Anzeigen Bewerbermanagement Cost per Application
Auch: LLMs.txt, KI-Datei
llms.txt ist ein Vorschlag für eine Textdatei im Markdown-Format, die im Hauptverzeichnis einer Webseite liegt. Sie fasst für KI-Sprachmodelle zusammen, worum es auf der Seite geht, und verlinkt auf die wichtigsten Inhalte.
Die Datei ist kein verbindlicher Standard, sondern ein Vorschlag. Google schreibt, dass für seine KI-Funktionen keine eigenen KI-Textdateien nötig sind. Eine llms.txt kann trotzdem sinnvoll sein, ersetzt aber keine guten Inhalte auf der Webseite selbst (Stand Oktober 2026).
Siehe auch: KI-Suche GEO (Generative Engine Optimization) Strukturierte DatenQuelle: llmstxt.org: The /llms.txt file
Auch: lokale Suchmaschinenoptimierung, lokales SEO
Local SEO ist die Optimierung für Suchanfragen mit Ortsbezug, etwa „Zahnarzt Bruchsal“ oder „Kieferorthopäde in der Nähe“. Ziel ist, in der lokalen Kartenansicht und den Suchergebnissen der Region sichtbar zu sein.
Dazu gehören ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefon, Seiten mit Ortsbezug und echte Bewertungen. Entfernung lässt sich nicht beeinflussen, Relevanz und Bekanntheit dagegen schon. Mehrere Standorte brauchen jeweils eigene Einträge und Seiten.
Siehe auch: Google-Unternehmensprofil SEO (Suchmaschinenoptimierung) BewertungsmanagementQuelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
M
Auch: Facebook-Anzeigen, Instagram-Anzeigen, Meta Ads
Meta-Anzeigen sind bezahlte Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und weiteren Diensten des Konzerns Meta. Sie werden im Werbeanzeigenmanager erstellt und nach Budget, Zielgruppe und Ziel ausgespielt.
Praxen nutzen sie für die Mitarbeitersuche und, im Rahmen der Werberegeln für Heilberufe, für Patienteninformationen. Bei Stellenanzeigen gilt die Sonderkategorie für Jobangebote mit eingeschränktem Targeting. Wer Ergebnisse messen will, braucht ein klares Ziel, etwa Bewerbungen über ein Formular.
Siehe auch: Sonderkategorie Jobangebote (Meta) Lead-Formular Meta-Pixel
Auch: Facebook-Pixel, Meta Pixel
Das Meta-Pixel ist ein Code-Schnipsel von Meta, der auf einer Webseite eingebaut wird. Es erfasst Handlungen der Besucher, etwa ein abgeschicktes Formular, und meldet sie an Meta.
Damit lassen sich Conversions im Werbeanzeigenmanager messen, Kampagnen auswerten und Zielgruppen für Anzeigen bilden. Weil Daten an Meta übertragen werden, darf das Pixel in der Regel erst nach Einwilligung laden. Auf Seiten mit Gesundheitsbezug ist besondere Zurückhaltung geboten.
Siehe auch: Retargeting Conversion Meta-AnzeigenQuelle: Meta for Developers: Meta Pixel
Auch: Medizinische Fachangestellte, Arzthelferin, Arzthelfer
Die Medizinische Fachangestellte ist der Ausbildungsberuf für Arztpraxen, MVZ und viele Kliniken. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und läuft dual, zuständig sind die Landesärztekammern.
MFA arbeiten an der Anmeldung, in der Assistenz bei Untersuchungen, in der Labordiagnostik und in der Verwaltung. In MVZ mit mehreren Fachrichtungen hilft es Bewerberinnen, wenn die Anzeige sagt, in welchem Bereich und an welchem Standort die Stelle angesiedelt ist.
Siehe auch: ZFA (Zahnmedizinische Fachangestellte) Fachkräftemangel StellenanzeigeQuelle: Bundesärztekammer: Medizinische Fachangestellte, Ausbildung
Auch: Retention, Personalbindung
Mitarbeiterbindung umfasst alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass gute Mitarbeiter gern bleiben. Dazu zählen Führung, faire Bezahlung, planbare Arbeitszeiten, Entwicklung und ein gutes Teamklima.
Jeder Mitarbeiter, der bleibt, ist eine Stelle, die nicht neu besetzt werden muss. Benefits allein halten selten, wenn Führung und Abläufe nicht stimmen. Regelmäßige Mitarbeitergespräche zeigen früh, wenn jemand unzufrieden ist.
Siehe auch: Fluktuation Onboarding Employer Branding
Auch: Empfehlungsprogramm, Mitarbeiter werben Mitarbeiter, Referral
Bei der Mitarbeiterempfehlung schlagen Beschäftigte Menschen aus ihrem Umfeld für offene Stellen vor. Häufig gibt es dafür eine Prämie, wenn die empfohlene Person eingestellt wird und bleibt.
Empfehlungen funktionieren nur, wenn das Team gern in der Praxis arbeitet. Die Regeln sollten schriftlich festgehalten werden: Wer bekommt was, wann und unter welchen Bedingungen.
Siehe auch: Mitarbeiterbindung Direktansprache Arbeitgebermarke
Auch: Recruitingvideo, Arbeitgebervideo, Teamvideo
Ein Mitarbeitervideo zeigt echte Teammitglieder, die über ihre Arbeit in der Praxis oder im Labor sprechen. Es wird auf der Karriereseite, in sozialen Medien und in Anzeigen eingesetzt.
Videos mit echten Menschen beantworten die Frage, wie es ist, dort zu arbeiten, glaubwürdiger als Text. Wichtig ist eine schriftliche Einwilligung der gezeigten Personen und eine Regelung, was nach ihrem Ausscheiden mit dem Video passiert. Gestellte Szenen und auswendig gelernte Sätze wirken schnell unecht.
Siehe auch: Arbeitgebermarke Employer Branding Social Recruiting
P
Auch: Neupatientengewinnung, Patientenakquise
Patientengewinnung bezeichnet die Maßnahmen, mit denen eine Praxis neue Patienten erreicht, meist für bestimmte Leistungen wie Prophylaxe, Implantologie oder Kieferorthopädie.
Die wichtigsten Wege sind heute Google-Suche und Maps, Bewertungen, die eigene Webseite und Empfehlungen. Online-Terminbuchung senkt die Hürde für den ersten Termin. Werbung für Behandlungen muss die Grenzen von HWG und Berufsordnung einhalten.
Siehe auch: Praxismarketing Local SEO Recall
Auch: Personalberater, Headhunter, Recruiter
Ein Personalvermittler sucht im Auftrag eines Arbeitgebers passende Kandidaten und stellt sie vor. Bezahlt wird meist eine Provision, wenn ein Arbeitsvertrag zustande kommt.
Für Praxen kann das bei dringenden Einzelstellen eine Lösung sein. Nachteil ist, dass nach der Besetzung nichts bleibt, was künftige Suchen erleichtert. Vor einem Auftrag sollte schriftlich geklärt sein, wann die Provision fällig wird und was bei einer Kündigung in der Probezeit gilt.
Siehe auch: Vermittlungsprovision Direktansprache Cost per Hire
Auch: Arztmarketing, Zahnarztmarketing, Patientenmarketing
Praxismarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Praxis von Patienten gefunden, verstanden und gewählt wird: Webseite, Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, Social Media, Printmaterial und der Eindruck vor Ort.
Im Gesundheitswesen gelten dabei Heilmittelwerbegesetz und Berufsordnung, die anpreisende Werbung einschränken. Gutes Praxismarketing informiert sachlich und zeigt, wie die Praxis arbeitet. Es wirkt oft auch auf Bewerber, weil ein sichtbares Team Vertrauen schafft.
Siehe auch: Patientengewinnung Heilmittelwerbegesetz (HWG) Google-Unternehmensprofil
Auch: Probezeitkündigung, Erprobungszeit
Die Probezeit ist ein vereinbarter Zeitraum am Anfang eines Arbeitsverhältnisses, in dem beide Seiten mit einer verkürzten Frist von zwei Wochen kündigen können. Nach § 622 Abs. 3 BGB darf sie höchstens sechs Monate dauern.
Für Praxen ist die Probezeit eine Gelegenheit, die Einarbeitung zu prüfen und offen Rückmeldung zu geben. Sie muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein, sonst gelten die normalen Kündigungsfristen. Tarifverträge können abweichende Regeln enthalten. Dieser Eintrag ist keine Rechtsberatung.
Siehe auch: Onboarding Arbeitsvertrag FluktuationQuelle: § 622 BGB, gesetze-im-internet.de
R
Auch: Recall-System, Terminerinnerung, Patientenerinnerung
Recall ist ein System, mit dem eine Praxis Patienten an fällige Termine erinnert, etwa an die Kontrolluntersuchung oder die professionelle Zahnreinigung. Die Erinnerung kommt per Brief, E-Mail, SMS oder Telefon.
Ein gut geführter Recall füllt den Terminkalender planbar und bindet Patienten an die Praxis. Wichtig sind klare Zuständigkeiten im Team und die Zustimmung der Patienten zum gewählten Kontaktweg. Viele Praxisverwaltungsprogramme bringen eine Recall-Funktion mit.
Siehe auch: Patientengewinnung ZMF, ZMP und DH Praxismarketing
Auch: Remarketing, Custom Audiences
Retargeting heißt, Menschen erneut Anzeigen zu zeigen, die eine Webseite schon besucht oder mit einer Anzeige interagiert haben. Die Zielgruppen entstehen etwa über das Meta-Pixel.
Im Recruiting kann Retargeting Interessenten erinnern, die eine Stellenseite angesehen, aber nicht abgeschickt haben. Ob und wie das bei Jobanzeigen möglich ist, hängt von den aktuellen Regeln der Sonderkategorie bei Meta ab. Es setzt außerdem eine wirksame Einwilligung der Besucher in das Tracking voraus.
Siehe auch: Meta-Pixel Meta-Anzeigen ConversionQuelle: Meta for Developers: Meta Pixel
S
Auch: Suchmaschinenoptimierung, Search Engine Optimization
SEO umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Webseite in den unbezahlten Ergebnissen von Suchmaschinen besser gefunden wird. Dazu zählen Inhalte, Technik, Struktur und Verweise von anderen Seiten.
Für Praxen heißt das vor allem: eine eigene Seite je Leistung, klare Texte zu den Fragen der Patienten, schnelle Ladezeiten und saubere Technik. SEO wirkt mittelfristig und ersetzt keine laufende Pflege. Kopierte Texte und versteckte Schlüsselwörter schaden eher.
Siehe auch: Local SEO GEO (Generative Engine Optimization) Core Web Vitals
Auch: Social-Media-Recruiting, Recruiting über Facebook und Instagram
Social Recruiting ist die Mitarbeitersuche über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram, meist mit bezahlten Anzeigen. Es erreicht auch Menschen, die nicht aktiv suchen, aber für einen Wechsel offen wären.
Für Praxen funktioniert das, weil viele ZFA und MFA diese Netzwerke täglich nutzen. Anzeigen für Jobs unterliegen bei Meta besonderen Regeln, etwa beim Umkreis und bei Alter und Geschlecht. Ohne passende Landingpage und schnelle Rückmeldung verpuffen auch gute Anzeigen.
Siehe auch: Meta-Anzeigen Sonderkategorie Jobangebote (Meta) Lead-Formular
Auch: Spezielle Anzeigenkategorie Beschäftigung, Special Ad Category Employment
Die Sonderkategorie Jobangebote ist eine Anzeigenkategorie bei Meta, die für Stellenanzeigen gewählt werden muss. Sie schränkt das Targeting ein, um Diskriminierung bei der Ausspielung zu verhindern.
Laut Meta-Entwicklerdokumentation (Stand Oktober 2026) ist dann keine Auswahl nach Geschlecht möglich, das Alter ist fest auf 18 bis 65+ gesetzt, Lookalike-Zielgruppen sind nicht verfügbar und um jeden Ort gilt in Europa ein Mindestradius, je nach Meta-Quelle 15 oder 17 Kilometer; maßgeblich ist, was der Werbeanzeigenmanager anzeigt. Für eine Praxis in einer Kleinstadt heißt das, dass auch Menschen im weiteren Umland erreicht werden. Wer die Kategorie nicht angibt, riskiert die Ablehnung der Anzeige.
Siehe auch: Meta-Anzeigen Social Recruiting AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)Quelle: Meta for Developers: Special Ad Categories
Auch: Stellenausschreibung, Jobanzeige, Stellenangebot
Eine Stellenanzeige beschreibt eine offene Stelle so, dass passende Menschen sich angesprochen fühlen und bewerben. Sie nennt Aufgaben, Anforderungen, Vorteile, Arbeitszeit, Ort und eine Ansprechperson.
In Praxen entscheidet oft die Konkretheit: Welche Tätigkeiten, welche Arbeitszeiten, wer ist im Team. Eine Anzeige muss diskriminierungsfrei formuliert sein. Künftig wird außerdem die Angabe von Einstiegsgehalt oder Gehaltsspanne vor dem Vorstellungsgespräch Pflicht, durch die EU-Entgelttransparenzrichtlinie.
Siehe auch: AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Gehaltsspanne JobPosting-Schema
Auch: Schema-Markup, JSON-LD, schema.org
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Quelltext einer Webseite, die Suchmaschinen sagen, worum es geht: zum Beispiel Praxis, Adresse, Öffnungszeiten oder Stellenanzeige. Meist werden sie im Format JSON-LD nach dem Vokabular von schema.org hinterlegt.
Sie machen Seiten für besondere Darstellungen wie Google for Jobs geeignet und helfen Suchsystemen beim Verstehen. Wichtig ist, dass die Angaben mit dem sichtbaren Text übereinstimmen. Veraltete Öffnungszeiten oder Stellen im Quelltext sind ein häufiger Fehler.
Siehe auch: JobPosting-Schema SEO (Suchmaschinenoptimierung) KI-SucheQuelle: Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenanzeigen (JobPosting)
T
Auch: Bewerberpool, Kandidatenpool
Ein Talentpool ist eine Sammlung von Kontakten geeigneter Bewerber, die gerade nicht eingestellt wurden, aber für spätere Stellen in Frage kommen.
Für Praxen kann ein Talentpool die nächste Suche verkürzen. Bewerberdaten dürfen dafür nur mit freiwilliger Einwilligung der Person länger gespeichert werden. Ein Talentpool lohnt sich nur, wenn er gepflegt und bei der nächsten offenen Stelle auch genutzt wird.
Siehe auch: DSGVO und Bewerberdaten Initiativbewerbung BewerbermanagementQuelle: Haufe: Wie lange dürfen Bewerberdaten gespeichert werden?
Auch: Einstellungsdauer, Time to Fill
Time to Hire ist die Zeit zwischen dem ersten Kontakt einer Bewerberin und ihrer Zusage. Die Kennzahl zeigt, wie schnell ein Arbeitgeber Entscheidungen trifft.
Davon zu unterscheiden ist die Time to Fill, die ab Freigabe der Stelle bis zur Besetzung zählt. Wer lange für Rückmeldungen und Termine braucht, verliert gute Bewerberinnen an schnellere Praxen. Schon das Festlegen fester Rückrufzeiten kann die Zeit spürbar verkürzen.
Siehe auch: Bewerbermanagement Cost per Hire Candidate Experience
Z
Auch: Zahntechnikerin, ZT, Zahntechnikermeister
Zahntechniker stellen Zahnersatz wie Kronen, Brücken, Prothesen und kieferorthopädische Geräte her, von Hand und zunehmend digital. Der Beruf ist eine duale Ausbildung im Handwerk und dauert dreieinhalb Jahre.
Gearbeitet wird in Dentallaboren, in Praxislaboren und in Zahnkliniken. Weil viele Labore um dieselben wenigen Fachkräfte werben, zählt für Bewerber, welche Technik eingesetzt wird und woran sie konkret arbeiten würden. Eine Stellenanzeige, die CAD/CAM, Fräszentrum oder Schwerpunkte offen benennt, wirkt deshalb stärker als allgemeine Versprechen.
Siehe auch: Fachkräftemangel Employer Branding KarriereseiteQuelle: Bundesagentur für Arbeit: Steckbrief Zahntechniker/in
Auch: Zahnmedizinische Fachangestellte, Zahnarzthelferin, Zahnarzthelfer
Die Zahnmedizinische Fachangestellte ist der dreijährige duale Ausbildungsberuf in der Zahnarztpraxis. Sie assistiert am Behandlungsstuhl, organisiert Termine, fertigt Röntgenaufnahmen an, dokumentiert und rechnet Leistungen ab.
Für die meisten Zahnarztpraxen ist die ZFA die am schwersten zu besetzende Stelle. Weil Assistenz, Anmeldung und Abrechnung sehr unterschiedliche Aufgaben sind, lohnt es sich, in der Stellenanzeige genau zu sagen, welcher Schwerpunkt gemeint ist. Ein häufiger Fehler ist eine allgemeine Anzeige „ZFA gesucht“, aus der niemand erkennt, was der Arbeitstag bringt.
Siehe auch: ZMF, ZMP und DH Fachkräftemangel StellenanzeigeQuelle: Bundesagentur für Arbeit: Steckbrief Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Auch: Zahnmedizinische Fachassistentin, Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, Dentalhygienikerin, Aufstiegsfortbildung
ZMF (Zahnmedizinische Fachassistentin), ZMP (Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin) und DH (Dentalhygienikerin) sind Aufstiegsfortbildungen für ausgebildete ZFA. Angeboten werden sie vor allem von den Zahnärztekammern, teils auch von privaten Anbietern.
Zulassung, Inhalte und Dauer unterscheiden sich je nach Kammerbereich. Für Praxen mit starkem Prophylaxeangebot sind ZMP und DH besonders gefragt und entsprechend schwer zu finden. Wer eine Fortbildung im Haus finanziert und das in der Stellenanzeige nennt, spricht auch ZFA an, die sich weiterentwickeln möchten.
Siehe auch: ZFA (Zahnmedizinische Fachangestellte) Mitarbeiterbindung RecallQuelle: ZWP online: Der Weg zu ZMP und DH
Die Erklärungen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechtsberatung. Stand: 22. Oktober 2026.